Shopping-Queen

Da komme ich eben, nichts böses ahnend mit einem frischen Kaffee in der Hand ins Wohnzimmer und setze mich zur besten Ehefrau von allen die gerade den Fernseher eingeschaltet hat. Blick auf die Uhr. Zwanzig vor drei. Super, gute Idee, gleich geht die EM weiter.

Denkste! Shoppig-Queen!

Was macht die beste Ehefrau von allen an? Shopping-Queen. Ganz im Ernst.

Man nehme einen homosexuellen Mode-Designer und ein paar abgewrackte Trullas (darf man das so sagen? Ach was soll es, ich mach das jetzt einfach.) Drücke jeder dieser Scharteken, bei denen in den meisten Fällen das Ablaufdatum schon um einige Jahre überschritten ist, 500€ in die Hand und schickt die los um harmlose Verkäuferinnen oder Friseurinnen zu quälen. Eine wirkte als sei sie Dauerstoned, die nächste wirkte wie Dolly Buster für Arme und eine dritte erinnerte mich die ganze Zeit an eine der Hexen aus Salem (da ist die zum Glück verbrannt worden), und für alle durchweg gilt: Gegen die ist Kader Lot so eine Art Albert Einstein des Deppen-TVs.

Wenn die dann mit einkaufen und Karosserie Verschönerung (also was die da so machen, dafür käme jeder Gebrauchtwagenhändler in den Knast.) fertig sind dürfen sie wo drauf, wo sie sonst im Leben nicht hin kämen: auf den Laufsteg.

Danach werden die dann von ihren Konkurrentinnen bewertet. Da kommen dann so Sachen wie: „Hach, ich hätte mir ja schon noch ein Highlight gewünscht. Ein Armband oder eine Kette.“ So ganz spontan fiel mir ein: „Ein nettes Highlight wäre ja noch eine Kugel gewesen, aus dem 45er, direkt zwischen die Augen.“ Entweder für alle Teilnehmerinnen, oder für mich falls ich mir das noch länger ansehen muss.

Doch noch EM!

Zum Glück war es gerade 15.00 Uhr. Also habe ich mich vor den PC gesetzt und mir den ewigen Fußball-Klassiker Albanien gegen die Schweiz angemacht. Gepriesen sie die 50Mbit-Leitung!

In diesem Sinne…..